Zack – Pläne geändert!

Eigentlich sollte es gestern einen Ausflug in die Grüffelo- bzw. Axel Scheffler-Ausstellung ins LWL-Museum in Münster geben.
Eigentlich, ja eigentlich. Denn morgens erinnerte ein soziales Netzwerk daran, dass bei meinem Tätowierer ein Walk Inn stattfindet. Das bedeutet, dass man ohne Termin kommen kann, und sich spontan ein kleines Motiv stechen lassen kann – sofern die Schlange nicht zu lang ist. Jaaa, und dann wurden – ZACK! – die Pläne geändert und wir wollten über Wesel nach Münster fahren. „Nua ma kucken!“

Bei Norman war die Schlange dann auch glatt nicht allzu lang und nach 1,5 Stunden Wartezeit konnte ich mir eine neue kleine Freundin auf die Haut bannen lassen, bevors wieder zurück in den Pott ging. Von wegen: „Nua ma kucken!“ …

Schaut mal, Mary Poppins wie sie leibt und fliegt:

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Die Vorlage auf dem Arm.

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Und heute, einen Tag nach dem Stechen.

Aaaaber, obwohl es so spontan war, war es das eigentlich doch nicht: Das Motiv und die Körperstelle standen nämlich schon lange fest. Ich hatte nur noch keinen Termin gemacht. (Nicht, dass jetzt irgendjemand denkt, ich sei unüberlegt und spontan … ;-) )

P.S. Nach Münster zum Grüffelo gings dann heute. Superschöne Ausstellung mit vielen tollen Originalillustrationen, die einfach eine ganz andere Wirkung haben als die reproduzierten in den Bilderbüchern. Wusstet Ihr schon, dass Rotraut Susanne Berner eine enge Freundin von Axel Scheffler ist? In der Ausstellung gibt es zahlreiche illustrierte Briefumschläge zu sehen, die die beiden einander geschickt haben. Der Weg nach Münster lohnt sich!

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Sommerabend

„Muy bien!“, rief der dunkelhaarige Junge, als Clara auf dem rutschigen Felsen landete. Die Locken flogen und das Kleid bauschte sich. Stolz sah sie sich nach ihren Eltern um. Doch die saßen ins Gespräch und ihren Nachtisch vertieft im Hafenrestaurant. Muy bien, heißt sehr gut, wusste Clara. Und ihr Sprung war auch wirklich gut gewesen.

Der Junge machte sich bereit für den nächsten Felsblock. Seine Hose war schon durchnässt vom spritzenden Meerwasser. Claras Blick fiel auf ihre Füße. Die steckten in silberglänzenden Sandalen. Die waren neu, genau wie das Kleid. Beides hatte sie sich erst heute Nachmittag in dem kleinen Laden auf der Strandpromenade ausgesucht. Sie weißen Punkte auf dem roten Stoff waren Clara sofort ins Auge gefallen. Sie passten zu diesem Urlaub. Jeder Punkt stand für einen schönen Augenblick. So ähnlich wie beim Sams, nur dass ihre Punkte nicht weniger wurden, sondern mehr.

Clara machte sich bereit für ihren nächsten Sprung. Der Stein war ziemlich weit weg, und er lag nur knapp über der Wasseroberfläche. Immer wieder spülten kleine Wellen über ihn.  Ob sie es schaffen würde?