Gelesen Januar 2019

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Mary McCarthy: Die Clique. Mit einem Vorwort von Candace Bushnell. Übersetzt von Ursula von Zedlitz. btb Verlag, 2017. – Ein spannendes und trotz seines Alters (es ist 1963 erstmals erschienen) im Grunde aktuelles Buch, das auf der Folie des gesellschaftlichen Lebens im New York der 1930er-Jahre Vereinbarkeit zum Thema hat. „Das Problem, das keinen Namen hat“, wie Candace Bushnell (oh, wie liebe ich Bridget Jones 💕) in ihrem tollen Vorwort die Feministin Betty Friedan zitiert.

Michelle Obama: Becoming. Meine Geschichte. Übersetzt von Herriet Fricke, Tanja Handels, Elke Link, Andrea O’Brien, Jan Schönherr, Henriette Zeltner. Goldmann, 2018. – Die spannende Biografie einer klugen, empathischen und starken Frau. Mir hat insbesondere die erste Häfte richtig gut gefallen, in der man in Michelle Obamas Kindheit hineinschnuppert und ihren Weg von der Chicagoer South Side in eine große Anwaltskanzlei in der City verfolgen kann. Interessant im zweiten und dritten Teil fand ich insbesondere die Einblicke in das politische System der USA. Ich hatte mich theoretisch damit in meinem Studium mal befasst. Einen Einblick von „der anderen Seite“ und aus dem echten Leben zu lesen, fühlt sich dann aber noch mal ganz anders an, als der Blick auf die Theorie. Eine ermutigende Biografie einer starken Frau!

Mely Kuyak: Haltung. Ein Essay gegen das Lautsein. Duden, 2018. – Ein kluger dichter Text über den Umgang mit Antidemokraten und die Frage, was es eigentlich bedeutet, Haltung zu zeigen. Augenöffnend.

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