Gelesen im Semptember 2015

Hui! Heute ist schon der 2. Oktober und ich habe noch nicht verlauten lassen, was im letzten Monat so alles auf dem Lese-Speiseplan stand. Also hole ich das mal  rasch nach.

diogenes

Im September war das echte Leben intensiv und in großer Fülle, sodass ich seltener in die Welt der Bücher abgetaucht bin. Aber das muss ja auch mal sein.

Benedict Wells: Fast genial.
Auch hier bin ich gefühlt die letzte, die das Buch gelesen hat. Oder?
Sehr kurzweiliger Roadmovie eines sehr jungen Autors. Der 17-jährige Protagonist reist mit zwei Freunden auf der Suche nach seiner Identität quer durch die USA. Seine depressive Mutter verrät ihm in einem Abschiedsbrief, dass er mit Hilfe einer Samenbank für Genies gezeugt wurde. Francis, genannt Frank, macht sich auf den Weg, das Geheimnis dahinter zu ergründen. Auf der Oberfläche. Darunter geht es um viel mehr. Um Selbstwert, Selbstbewusstsein und Akzeptanz zum Beispiel. Lesenswert!

Paul Maar: Ein Sams zu viel.
Hach, und hach und hach! Ein Sams-Rückblick-Buch. Zum einen in meine eigene Kindheit – was habe ich das Sams geliebt! – und zum anderen in die gemeinsame Vergangenheit von Herrn Taschenbier und dem Sams. Damals war Herr Taschenbier noch Junggeselle und Frau Rotkohl ebenfalls Single. Da tauchte plötzlich ein zweites Sams auf. Das hatte sich Herr Taschenbier versehentlich mit dem allerallerallerletzten Wunschpunkt gewünscht. Und dieses neue Sams ist lieb und nett und schüchtern – und mag keine Wurst. Alles in allem also das absolute Gegenteil vom „richtigen“ Sams. Deshalb wohnt es auch bei Frau Rotkohl und nicht bei Herrn Taschenbier. Dass es da zu allerlei witzigen Verwicklungen kommen muss, kann man sich ja denken …

Sams

Bettina Baltschev: Ein Jahr in Amsterdam.
Amsterdam ist ja eine meiner liebsten Städte und ich war schon viel zu lang nicht mehr dort. Ein guter Grund, um zumindest in Buchform mal wieder dorthin zu gelangen. Die Reihe „Ein Jahr in …“ ist dafür ja immer ziemlich gut geeignet. Und jetzt habe ich leider wieder Fernweh …
Auf meinem Lesestapel liegen aus der Reihe akut noch Stockholm und Istanbul. Wie gut, dass beide Städte noch in diesem Jahr auf meiner Reiseliste stehen.

Veronika Beer: Ein Jahr in Stockholm.
Dieses Jahr steht ja noch eine Reise nach Stockholm an – Ein guter Grund also auch aus der Reihe diesen Band zu lesen. Leider hat mir der Stil von Frau Beer, die ja u.a. für die Süddeutsche und ZEIT online schreibt, so gar nicht zugesagt. Ich habe zwischendurch immer wieder den Faden verloren und empfand den Text durchgängig als anstrengend zu lesen. Schade! Ein gutes Beispiel dafür, dass eine gute Reihe allein noch kein gutes Buch macht. – Nach Stockholm fliege ich natürlich trotzdem.

Unda Hörner: Auf nach Hiddensee! Die Bohème macht Urlaub
Ich liebe das Meer und ich interessiere mich für Künstlerleben. Da war klar, dass das kleine, hübsche Bändchen der Edition Ebersbach was für mich ist. Kurzweilig, spannend und kenntnisreich schließt die Autorin einen Bogen vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute, schreibt über Gerhart Hauptmann und Thomas Mann, die sich nicht so grün waren, über den Stummfilmstar Asta Nielsen, Käthe Kruse, die Malweiber und viele mehr. Ein spannender Rundumblick, der gleich Lust darauf macht, den Koffer zu packen und loszuziehen.

auf nach hiddensee

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