Das Kännchen hat voll abgeräumt!

Hier habe ich Euch ja schon stolz berichtet, dass ich es mit meinem Kurztext über die Stadt Aachen in die Finalrunde vom Klenkes neo geschafft habe.

Offenbar habt Ihr alle, alle, alle fleißig abgestimmt. Dankeschön! Mein Kännchen-und-Schwarzwälder-Kirsch-Text über das beschauliche Burtscheid hat es tatsächlich ganz nach oben aufs Treppchen geschafft.

Schaut mal:

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Konfetti und Puffbrause darauf!

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Gelesen im August 2015

Im letzten Monat habe ich vor allem im Zug gelesen. Und ich bin echt viel Zug gefahren wie Ihr seht …

Adam Thirlwell: Grell und süß
Hmmm, ein schwieriger Einstieg in den Lesemonat. Wir beide sind einfach nicht miteinander warm geworden. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, aber der Protagonist hat mir einfach nicht gefallen und ist mit bis zur Hälfte des Buches unsympathisch geblieben. Dieser betrügende, unsichere und gleichzeitig so selbstgerechte Mann und ich … das hat nicht gepasst!

altesland

Dörte Hansen: Altes Land
Mal wieder ein Buch, das ich gefühlt als Letzte lese. Warum habe ich das erst jetzt gelesen? Sooo toll! Ich bin regelrecht darin versunken, habe diese schönen Formulierungen aufgesogen, getrunken und gehofft, das Buch möge nicht aufhören.
Fantastisch, wie die Autorin den Hipster-Bio-Öko-zurück-zur-Natur-Großstädtern, den Spiegel vorhält, sich gleichermaßen in knorrige Bauern versetzen kann wie in Flüchtlinge aus dem heutigen Polen. Was würde ich dafür nur geben, auch solch tolle Bücher zu schreiben! Haaaach! Noch ein Lieblingsbuch!

quersumme

Katrin Zipse: Die Quersumme von Liebe
Was für ein eindringliches Jugendbuch. Genial konstruiert: zweiperspektivisch erzähltes Roadmovie über dunkle Familiengeheimnisse und ein bisschen Liebe. Kein fröhliches Buch und auch keines, das man so schnell vergisst. Besonders gut gefallen hat mir die wunderschöne Gestaltung!

erleuchtet

Kristin Rübesamen: Alle sind erleuchtet
Die Journalistin und Yogalehrerin Kristin Rübesamen berichtet von ihrer ersten Begegnung mit Yoga und über ihren Weg zur Yogalehrerin. Dabei nimmt sie die Leser mit und gewährt ihnen spannende Einblicke in die Welt des Yoga und ihre eigene Praxis. Ich fand es kurzweilig und spannend geschrieben. Für alle Yogafans, die mehr als nur turnen.

Peter Høeg: Der Susan-Effekt
Susan Svendson, Naturwissenschaftlerin, Actionheldin und Mutter gerät in eine prekäre Situation und soll deshalb wichtige Informationen besorgen – mittels ihrer besonderen Gabe. Sie bringt die Menschen dazu, die Wahrheit zu sagen. Auch ihr Mann und das gemeinsame Zwillingspärchen verfügen über diese besondere Gabe.
Ein überraschender und rasanter Roman, bei dem man gleich Filmbilder im Kopf hat. Toll und lesenswert!

winterjournal

Paul Auster: Winterjournal
Spannende Einblicke in das nicht schnurgerade Leben des großartigen Autors. Der Blick durch das Schlüsselloch ist sehr kontrolliert. Auster zeigt nur das, was er wirklich zeigen will, springt in der Zeit, aber ist trotzdem sehr gut lesbar und macht Spaß. Auch über Siri Hustvedt erfährt man Spannendes, zum Beispiel über die Familientradition, Weihnachten zu feiern.

calpurnia

Jacqueline Kelly: Calpurnias faszinierende Forschungen
Der zweite Band über Calpurnia, das wissbegierige Mädchen, das vor über hundert Jahren in den Südstaaten lebt. Nicht nur von außen wunderschön. Die Zeichnungen von Maria Sybilla Merian und die kapiteleinleitenden Zitate von Charles Darwin aus „Die Fahrt der Beagle“ passen einfach perfekt.
Trotzdem hat mir der erste Band besser gefallen, er war irgendwie ®evolutionärer … Haha! Trotzdem große Leseempfehlung!

baba dunja

Alina Bronsky: Baba Dunjas letzte Liebe
Wowowowowowow! Toll! Baba Dunja ist im fortgeschrittenen Alter in ihr Heimatdorf zurückgekehrt. Das liegt mitten im verseuchten Gebiet um Tschernobyl, weit ab von der Zivilisation. Hier will Baba Dunja in Ruhe ihre letzten Jahre verbringen. Von ihrer Tochter Irina bekommt sie regelmäßig Briefe und Pakete, die sie in der weit entfernten Kreisstadt abholen muss. Nach und nach füllt sich das Dorf mit anderen Sonderlingen. Aber jeder bleibt doch für sich. Ein eindrücklich-kurzweiliger Roman über das Leben und die Liebe.

wessling

Kathrin Wessling: Morgen ist es vorbei
Liebeskummer Deluxe in all ihren Facetten. Es ist so viel zu viel, dass man zwischendurch Lesepausen machen muss. So traurig und berührend.

stellung

Meg Wolitzer: Die Stellung
Ein Familienporträt. Verschiedene Perspektiven, Zeitsprünge … sehr kurzweilig. Das Leben der Familie Mellow ist überschattet vom Sexratgeber, den die Eltern 1975 veröffentlicht haben. Er ändert alles im Leben der Eltern und hat auch nachhaltigen Einfluss auf die Leben der vier Kinder. Das klingt so nüchtern und das ist so gegensätzlich zum Inhalt des packenden Romans, der mir selbst eine siebenstündige Zugfahrt hat kurzweilig erscheinen lassen. Haaach!