Mit Verspätung: Wien III – So ein schöner Ort!

Ich bin ein großer Fan dieser Plattform, über die man in privaten Wohnungen Zimmer oder gar die ganze Butze für ein paar Tage anmieten kann. Ich habe damit bisher nur gute Erfahrungen gemacht, tolle Menschen kennengelernt, ausgesprochen günstig gewohnt (Kopenhagen!) und mit Erfolg für ein paar Tage so getan, als würde ich in der fremden Stadt wohnen. Darin bin ich quasi Profi! Als-ob-Spiele haben schon meine Kindheit geprägt und beim Geschichtenschreiben ist das auch immer wieder praktisch.

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Deshalb haben wir natürlich auch in Wien in genau so einer Butze gewohnt, da hätte der Reisebegleiter kein Mitspracherecht geltend machen können. Es musste selbstverständlich ein typischer Wiener Altbau sein, wirklich bewohnt und keine Ferienwohnung! Dass die Bewohnerin von Beruf Sängerin ist und mit der Wohnung ihre Familiengeschichte verknüpft ist, war dann noch das Sahnehäubchen.

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Und wie schön es dort war! Knarrendes Parkett, unendlich hohe Decken, großartige Türen und – ein Flügel direkt neben dem Bett. (Das Foto hab ich quasi noch im Schlaf geschossen!)

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Und überall Gedöns. Kleine Dinge, die darauf schließen lassen, dass die Wohnung geliebt und bewohnt wird von jemandem, der das Schöne schätzt, dem die Erinnerung am Herzen liegt, und der doch sehr im Hier und Jetzt lebt.

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Für ein paar Tage war diese wunderbare Wohnung unsere Homebase, unser Basislager. Wenn sich meine müden, kaputten Füße und Beine mal wieder früh ausruhen mussten, haben wir es uns einfach gemütlich gemacht, als ob wir dort lebten. Gelesen, gequatscht, Kaffee und Wein getrunken und einfach abgehangen.

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Es hat gut getan, für ein paar Tage dem eigenen Alltag den Rücken zu kehren und ein fremdes Leben ein bisschen überzustreifen. Ich kann das nur empfehlen und würde es jederzeit wieder genauso machen!

Zack – Pläne geändert!

Eigentlich sollte es gestern einen Ausflug in die Grüffelo- bzw. Axel Scheffler-Ausstellung ins LWL-Museum in Münster geben.
Eigentlich, ja eigentlich. Denn morgens erinnerte ein soziales Netzwerk daran, dass bei meinem Tätowierer ein Walk Inn stattfindet. Das bedeutet, dass man ohne Termin kommen kann, und sich spontan ein kleines Motiv stechen lassen kann – sofern die Schlange nicht zu lang ist. Jaaa, und dann wurden – ZACK! – die Pläne geändert und wir wollten über Wesel nach Münster fahren. „Nua ma kucken!“

Bei Norman war die Schlange dann auch glatt nicht allzu lang und nach 1,5 Stunden Wartezeit konnte ich mir eine neue kleine Freundin auf die Haut bannen lassen, bevors wieder zurück in den Pott ging. Von wegen: „Nua ma kucken!“ …

Schaut mal, Mary Poppins wie sie leibt und fliegt:

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Die Vorlage auf dem Arm.

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Und heute, einen Tag nach dem Stechen.

Aaaaber, obwohl es so spontan war, war es das eigentlich doch nicht: Das Motiv und die Körperstelle standen nämlich schon lange fest. Ich hatte nur noch keinen Termin gemacht. (Nicht, dass jetzt irgendjemand denkt, ich sei unüberlegt und spontan … ;-) )

P.S. Nach Münster zum Grüffelo gings dann heute. Superschöne Ausstellung mit vielen tollen Originalillustrationen, die einfach eine ganz andere Wirkung haben als die reproduzierten in den Bilderbüchern. Wusstet Ihr schon, dass Rotraut Susanne Berner eine enge Freundin von Axel Scheffler ist? In der Ausstellung gibt es zahlreiche illustrierte Briefumschläge zu sehen, die die beiden einander geschickt haben. Der Weg nach Münster lohnt sich!

Zack, zack – Sommer her!

Für mein kleines Schattengärtchen – auch bekannt als Sommerbüro – suche ich schon länger nach einem gemütlichen Sitz-, Flätz- und Arbeitsplatz neben meiner geliebten Hängematte. Es kommt ja auch dann und wann mal Besuch, der auch ein bisschen Platz mag. So zum gemütlich Sitzen. Und ich brauche dringend einen gemütlichen Ort, um im Sommer morgens noch im Schlafanzug den ersten Kaffee des Tages zu schlürfen.

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Irgendwo im Netz bin ich vor kurzem wieder über Palettenmöbel gestolpert. Jaja, … schon lang nix Neues mehr und innovativ schon gar nicht. Mittlerweile verkaufen sogar schon diverse eher … *räusper* … konservative Versandhäuser Gartenmöbel in Palettenoptik mit entsprechenden Auflagen … etc. pp.

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Das konnte aber nix daran ändern, dass ich mir ein Palettensofa für das Gärtchen in den Kopp gesetzt habe – natürlich nicht vom Versandhaus, sondern mit echten Paletten und improvisiertem Drumrum. Was anderes passt ja auch gar nicht ins Hinterhofgärtchen!

IMAG0439Was für ein Glück ich doch habe, dass mein Vater nicht nur ziemlichlich viele Menschen kennt, sondern auch dann und wann ein praktisches Autochen fährt und gut zuhört. So hatte ich heute früh schwuppdiwupp die drei gewünschten Paletten hinterm Haus stehen!
Nach einem kurzen Ausflug zum vollkommen ferienüberfüllten Schwedenkaufhaus und ein bisschen Gewühle in meinen Schränken, war dann auch der Rest beisammen und mein wundervoll-gemütliches Outdoor-Sofa fertig!!! Sooo gemütlich! Leider hatte ich nur wenig Zeit zum Probefläzen. Deshalb muss jetzt bald Sommer werden!