Gelesen im Oktober

Schon wieder ist ein Lesemonat vorüber und es gab echt spannende Lektüre – und vor allem abwechslungreiche wie man sieht!
Mein Will-ich-lesen-Stapel wächst dennoch. Das Gute daran ist, zu wissen, dass mir der Lesestoff niemals ausgehen wird. Erst heute habe ich wieder ein Auge auf Neues geworfen … Jetzt aber endlich die Liste:

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Sere Prince Halverson: Die andere Seite des Glücks. Nett für zwischendurch. Freud und Leid – Glück und Unglück liegen nah beieinander, eine Mutter, die sich Jahre nicht gekümmert hat und eine Stiefmutter streiten sich nach dem Tod des Vaters der Kinder um das Sorgerecht. Happyend – na klar …

Shari Shattuck: Tage wie Salz und Zucker. Ein blindes Mädchen, das Geige spielt, ein dickes Mädchen mit Narben im Gesicht, viel Intelligenz und wenig Bildung, lösen Kriminalfälle … Nett für zwischendurch, aber auch genauso schnell wieder vergessen. Schade.

Haruki Murakami: Von Männern, die keine Frauen haben. Der neue Murakami! Diesmal sind es sieben gänzlich verschiedene Erzählungen – thematisch und auch auf die Längen bezogen. Aber immer geht es irgendwie um Männer und Frauen. Es geht beispielsweise um einen Schönheitschirurgen, der stets mehrere Liebschaften meisterhaft nebeneinander koordiniert, bis er sich eines Tages verliebt. Und auch von jemandem, der eines Morgens im Körper eines gewissen Gregor Samsa erwacht und mit dem menschlichen Körper so gar nichts anzufangen weiß, ist zu lesen. Spätestens da merkt der Leser, wie Murakami mit ihm spielt. Vieles bleibt ungesagt und verbleibt gerade deshalb umso mehr im Bewusstsein des Lesers. Toll!!!

C. S. Richardson: Eines Morgens in Paris. Ein märchenhafter Roman um eine analphabetische Bäckerdynastie, deren jüngster Spross äußerst bibliophil ist. Was das mit dem Louvre, einer jungen Dame, freundschaftlichem Zusammenhalt, äußerster Klugheit und einer jungen Dame zu tun hat, lesen sie hier! Empfehlung.

Neal Shusterman: Vollendet. Spannendes Jugendbuch. Dystopie, die unter die Haut geht. Puh! Ich musste zwischendurch ganz schön die Luft anhalten. Spannend is ja nich so richtig für mich …

Fredrik Backman: Ein Mann namens Ove. Oh man! Die ersten 30 Seiten habe ich Ove gehasst. Diesen rationalen, unsympathischen und brummigen alten Kerl. Aber dann … dann habe ich ihn richtig ins Herz geschlossen, diesen besonderen Menschen, der seine täglichen Rituale pflegt und bei aller Schrulligkeiten so liebenswert ist. Am Ende kullerten bei mir ein paar Tränen. Ein netter, vergnüglicher Zeitvertreib – typisch skandinavisch: nicht von der Stange.

10 Gründe …

, … warum die Arschkrampen meine liebsten Mitbewohner sind! (Nachdem ich letzte Woche so vom Leder gezogen habe, muss ich das ja wieder gut machen …)

1. Sie helfen mir bei der Arbeit.

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2. Sie ziehen immer freiwillig mit um …

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3. … und helfen sogar beim Renovieren.

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4. Sie sind großartige Beschützer vor allem, was da so in der Welt gruseln könnte.

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5. Und sie kennen die besten Verstecke.

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6. Sie sind platzsparend.

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7. Sie machen jeden Ort gemütlich.

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8. Sie sind so unfassbar niedlich.

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9. Sie sind einfach die besten Freunde.

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10. Sie lieben Bücher …

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… – so wie ich!

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Schilderwald im Moselland

Hach, wat war dat schön!  Am Wochenende war ich mit ner ganzen Horde Freunden anner Mosel.IMG-20141026-WA0017

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Wandern gehen und Weinlese (also die anderen) …

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… in der Hängematte den Tag vorbeiziehen lassen (ich).

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Natürlich gabs n ordentliches Motto!

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Und genau so wars dann auch: Wir haben gründlich weingeprobt, dem gastgebenden Winzermeister mit allergrößten Ohren gelauscht und jede Menge gelernt.

Zum Abschluss gings dann noch ins schöne Traben-Trarbach. Die Stadt der Schilder und Skurrilitäten!

Da gehts offenbar hoch her, denn an jedem zweiten Haus hängt sowas:

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Manchmal wird regelrecht gedroht:

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Sehr beliebt auch:

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Und besonders reizend dieser Ausdruck orthografischer Originalität:

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Bisher noch nirgends so gesehen:

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Als Urlaubsgast darf man sich freuen. Denn einen erwarten sogar Dusche und Heizung!

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Preiswerte und gelungene Marketing-Gags an allen Ecken:

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Und ein unbezahlbarer Hinweis für alle, die vergessen, dass sie ihre Fahrräder auf dem Dach umherfahren.

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Interpretationsspielraum so weit das Auge reicht:

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Der ‚Deppenapostroph‘ ist auch hier beliebt:

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Man ist international – irgendwie:

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Hier sind Namen Programm:

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Aufträge an Passanten – vor allem die mit Vierbeinern – gibts auch:

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Aber es gibt auch die andere Seite. Kein Geld fürs Schild, nur fürn Edding:

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Tesafilm statt neues Fenster:

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Ich komme wieder – versprochen!

10 Gründe …

…, warum die Arschkrampen Arschkrampen heißen.

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So mancher wundert sich, warum ich die gemütlichen grauen Herren und das flauschige Flummimädchen konsequent Arschkrampen nenne, oder wird gar dazu verleitet, die verrückten Vierbeiner in Plastiktüten oder Handtaschen aus meiner Wohnung zu schleppen schmuggeln, um sie vor mir zu beschützen … doch es gibt Gründe. Viele. Die gewichtigsten 10 folgen …. jetzt:

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1. Zu gerne fällt ihnen nachts um 2 oder 3 oder 4 ein, sie langweilen sich/haben Hunger/wollen JETZT gestreichelt werden. Liebevoll tätzelt Arschkrampe Jerry dann mit ausgefahrenen Krallen in meinem Gesicht rum und schnurrt so laut wie ein Presslufthammer in mein Ohr. Wegdrehen nutzt nichts – er kommt hinterher. Währenddessen macht sich der Gewichtigste – Arschkrampe Murphy – auf meinem Bauch bequem … Vielleicht muss sie ja doch aufs Klo … Und dann kommt das Gemeinste: Mit ausgefahrenen Krallen und kilometerlangem Anlauf rast das Flummimädchen von unten unter die Bettdecke, um sich in meinen Füßen festzuhaken.

2. Die Unerziehbaren! Jahrelang habe ich es mit allen Tricks versucht. Aber nichts hat geklappt. Mittlerweile habe ich resigniert. Und peinlicherweise muss ich mich hier jetzt outen als jemand, der eigentlich immer mindestens eine Katze auf dem Esstisch liegen hat. Ja, auch wenn ich esse und ja, auch wenn Besuch da ist …

3. Mein Kühlschrank hat eine Arschkrampensicherung. Warum? – Das ist hier nachzulesen. Schließe ich diese nicht, bemerkt Arschkrampe Murphy das intuitiv, auch wenn er zu diesem Zeitpunkt tief und fest in meinem Bett vor sich hin schnarcht. Bei nächster Gelegenheit öffnet er den Kühlschrank und schaut sich um. Was ist spannend? Was könnte ich gebrauchen? Rucola, Petersilie, Möhrengrün? – Immer her damit! Offene Butterpakete? – Großartig. Schade: Niemals gibts Wurst oder so. Dass der Kühlschrank dann offen bleibt – manchmal für Stunden – ist ja klar … Arschkrampe halt.

4. Meine Gäste fühlen sich fühlen sich gerne mal eingesperrt in meiner Butze. Warum? – Immer, wenn ich die Wohnungstür schließe, drehe ich intuitiv den Schlüssel im Schloss. Arschkrampe Jerry entlässt sich sonst gerne mal in die Freiheit des Hausflurs. Jeder, der einmal frisch aus der Dusche, nur mit einem Handtuch bekleidet und barfuß, fluchend das ganze Treppenhaus des Mehrfamilienhauses nach zwei entflohenen und verzweifelt maunzenden Katern durchsucht hat, wird mich verstehen.

5. … die ewige Sache mit den Q-Tipps … Eines Tages kam ich nach Hause, und die Wohnung sah aus, als habe ein Schneesturm in ihr getobt. Überall weiße Wattepuschel, mittendrin hellblaue Plastikstiele – und zwei glückliche Kater. Arschkrampe Murphy hatte sich in meiner Abwesenheit selbst beigebracht, die Schublade zu öffnen und alle Q-Tipps „befreit“, das nächste Versteck – eine Pappschachtel – wurde innerhalb von Minuten geknackt. Dann stellte ich die Plastikbox in den Spiegelschrank – in einem unbeobachteten Moment. Tage später ertappte ich dann Arschkrampe M. beim erfolgreichen Versuch, diesen zu öffnen …

6. Stehen irgendwo bis oben hin gefüllte Wassergläser, gehören sie – den Arschkrampen natürlich! Überall stecken sie ihre Köpfe hinein und trinken. Auch wenn es Gläser vom Besuch sind …

7. Ich lebe ohne Pflanzen. Nicht eine einzige hat überlebt. Bekomme ich Schnittblumen geschenkt, müssen sie nach oben auf die Schränke gestellt werden. Kräutertöpfe ebenso. Die Arschkrampen haben ein untrügliches Gefühl dafür, wenn sich Grünzeug im Haus befindet, und begeben sich auf die Pirsch. Erkläre Deinem Liebsten mal, warum die Rosen, die er Dir für teuer Geld gekauft hat, schon nach wenigen Minuten ihre Köpfe einbüßen mussten …

9. Katzenstreusäcke kann ich nicht mehr in der Butze lagern. Das Arschkrampen-Flummimädchen bastelt sich dann nämlich einen eigenen riesigen Sandkasten. Was war das für ein Moment, in dem ich in die Küche kam, angelockt von seltsam kratzenden Geräuschen (die schon eine Stunde andauerten …) und das Flummimädchen unter dem Esstisch entdeckte in einem Berg von Katzenstreu glücklich wühlend. Sie hatte gleich  ALLE Papiersäcke, die ich unter der Küchenbank lagerte, erfolgreich aufgerissen und den Inhalt genussvoll rausgeholt. Immerhin hatte sie nicht hineingepinkelt in ihren Sandkasten …

10. Jeden Tag pünktlich um kurz vor 16 Uhr beginnt die Nörgelei. Es wird gemaunzt, gejankt in den höchsten Tönen. Es wird gebettelt, rumgerannt, auf dem Schreibtisch Chaos veranstaltet, an der Tür gekratzt … HUUUUUUNGER!!! Dabei ist es ungelogen seit 10 Jahren so, dass es pünktlich um 18 Uhr Abendessen für die Arschkrampen gibt. Nicht vorher, gerne aber mal später. Trotzdem: Um 16 Ihr geht das Theater los und sägt an meinen Freiberufler-Homeoffice-Nerven …

 

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P.S. Vielleicht ist es aufgefallen, „10 Gründe ..“ wird eine neue feste Rubrik. Immer montags, immer über die Tücken meines Lebens.

10 Gründe …

…, die die Montagspläne, sich ausgiebig dem Schreiben zu widmen, einfach vom Schreibtisch wischen.

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1. Der Wecker klingelt nicht! Obwohl ich ihn richtig gestellt habe – Ehrenwort und nachgeprüft! Also beginnt der Tag mit Verspätung.

2. Beim ersten Kaffee muss ich mich unbedingt erstmal  durch sämtlich Kommentare und Rezensionen zum grandiosen Hessen-Tatort von gestern lesen …

3. Ich habe vergessen, die Kindersicherung am Kühlschrank zu schließen. JEMAND öffnet ihn und findet die Petersilie. Und trägt sie raus. Verteilt sie in der Küche und isst ein bisschen was davon. Und kotzt sie wieder aus … Wo ist der Putzlappen?

4. Die Sonne scheint. Und zwar so fies durch mein Fenster, das alle Katzenhaare, Wollmäuse und was da noch so rumliegt, nicht zu übersehen ist – erstmal staubsaugen.

5. Auf dem Konto ist Geld! Geld, das da nicht hingehört. Vom Finanzamt. Der angegebene Zahlungsgrund kann allerdings nicht stimmen. Nach 45 Minuten in der Warteschleife, die mich nicht nur alle 5 Minuten rausgekickt , sondern auch mit fürchterlichem Gedudel nervt, die nicht mal die nebenbei laufenden Beatsteaks übertönen können, gebe ich auf. Ist mir jetzt auch egal.

6. Irgendwie nervt der Wäscheständer mit trockener Wäsche …

7. Ich könnte mal kurz zur Post. Und wenn ich schonmal unterwegs bin, auch noch auf nen Sprung in den Supermarkt.

8. Ein anderer JEMAND liebt den Herbst. Und vor allem die Blätter, die von der sturmgeplagten Platane vor meinem Fenster so wunderbar durch die Luft trudeln. JEMAND wird dann immer sehr aufgeregt und hopst direkt am Fenster hin und her (wichtige Tätigkeit: Blätter jagen!!!) Leider ist die Fensterbank nicht leer – gewesen. Also: Jetzt ist sie leer. Und auf dem Boden ein Sammelsurium aus Scherben, Stempeln, Postkarten, Häkeldeckchen, Rheinkieseln … und sämtlichem Gedöns, was so auf Fensterbänke gehört … Arschkrampen-JEMAND angebrüllt und den Staubsauger wieder geholt.

9. Erstmal n Kaffee machen und gucken, was die anderen alle gerade so bei Facebook machen …

10. Gemerkt, dass der Liebste ja gleich kommt. Jetzt noch schnell Augenbrauen zupfen …

 

Man kommt auch wirklich zu nix!