Gastblogger – vom Verlieren und Wiederfinden

Kati hat mich mal wieder mit einem Gastpost beschenkt. So herbstlich-melancholisch wie die Welt in den letzten Tagen da draußen war, sind auch die Gedanken über ein Thema, das wohl die meisten kennen: sich jemandem nahe fühlen, der plötzlich scheinbar grundlos verschwindet. Mal steht man auf der einen, mal auf der anderen Seite …

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Ein Zeichen der verstrichenen Zeit ist für mich die Zahl der Menschen, die ich kennengelernt – und wieder losgelassen – habe. Geht Dir das auch so?

Wochen-, monate-, jahrelang geht jemand an Deiner Seite durch das Leben – und plötzlich ist er weg!

Ein neuer Job, die Liebe oder das Leben sorgt für eine Veränderung und ZACK! es passt nicht mehr. Das ist vermutlich nicht böse gemeint, aber auf einmal hat man sich nichts mehr zu sagen. Die Prioritäten werden anders gesetzt und es bleibt kein Zeitfenster mehr für einander.
Wir hatten doch so viel gemeinsam erlebt! Und gedacht, es könne/würde/müsste immer so weitergehen …

Was mich angeht, vermisse ich diese verloren gegangen Menschen oftmals sehr und frage mich, wie das passieren konnte.
Wer hat sich zuletzt gemeldet? Wann war der letzte Anruf? Früher war das doch egal, oder? Je mehr Zeit vergeht, ohne etwas vom anderen gehört zu haben, umso geringer wird die Chance auf ein Zurück. Denkt man.

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Manchmal kommt es aber anders. Und das freut mich.
Plötzlich ist der Mensch wieder da – erneut hat sich etwas geändert. Man läuft sich wieder öfter über den Weg und alles ist wie damals – nur schöner.

Bilderflut – Edinburgh IV. und letzte!

Eigentlich schon echt ne Ecke zu spät und ziemlich peinlich, weil ich so getrödelt habe, ABER trotzdem will ich Euch noch mit ein paar Impressionen aus der wundervollen Stadt Edinburgh beglücken, die sich – mit Ausnahme der Busfahrer!!! – echt in mein Herz geschlichen hat.
Wir haben die Stadt wirklich gründlich kennengelernt und waren auch an Ecken, die nicht im Reiseführer standen – gut, das war selten freiwillig, aber was solls!

Für einen eiskalten Einstieg ein bisschen was von der Touristenmeile zwischen Burg und Schloss. Die haben selbst wir nicht verfehlt:

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Und dann: die Burg! Mitten in der Stadt neben dem wunderschönen Princes Garden ragt ein Fels auf – und obendrauf: die Burg!

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Und dann wollten wir ja auch noch unbedingt wandern. Von Arthur’s Seat, dem Hausberg Edinburghs, aus soll die Aussieht besonders gut sein, hat man uns gesagt. Und auch: „Der ist gar nicht zu verfehlen!“
Wir haben sogar extra auf GoogleMaps geschaut und sorgfältig einen Bus herausgesucht.

Wiedergefunden haben wir uns dann aber trotz aller Vorbereitung leider nicht bei Arthur, sondern auf dem Calton Hill am National Monument of Scotland …
Auch schön! Selbst bei Regen.

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Den Spaß haben wir uns nicht verderben lassen!

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Immerhin konnten wir Arthur’s Seat von dort aus sehen. Er grinste uns hämisch zu.

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Am nächsten Tag gings dann mit Sonne – und wie so oft – zu Fuß erfolgreicher tatsächlich zu Arthur’s Seat und obendrauf. Die folgenden Bilder entstanden nur einen Steinwurf kurzen Fußmarsch vom Stadtzentrum entfernt. Kaum zu glauben, aber wahr!:

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Eeedinbääärg liegt ja am Meer.
Also auch mal ab zum Strand! – Ja, so hatten wir uns das gedacht. Mit einem der Busse fuhren wir ein erstes Mal vergeblich (wir landeten an einer Einkaufsmall …) und ein zweites Mal so grob richtig (vor uns lagen nur noch ca. 5 Kilometer Fußmarsch) in Richtung Strand.

Womit wir nicht gerechnet hatten, waren die “Sehenswürdigkeiten” auf dem Weg dorthin:

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Die schmale Bundesstraße, auf der im Sekundentakt 40-Tonner an uns vorbeirasten, haben wir mal nicht geknippst …

Und der Strand selbst? Nun gut. Groß ist anders, sauber ist anders und leicht zugänglich auch. Wir hatten uns aber ein Picknick am Meer vorgenommen und dafür extra bei Tesco eingekauft. Also wurde das dann auch gemacht!!! Halbe Sachen gibts bei uns nämlich nicht. IMG_8071

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Und sonst so? – Flanieren in der New Town, die gar nicht so neu, aber wunderhübsch und sehr bergig ist mit vielen wunderbaren Dingen zum Entdecken.

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Bissken windig!

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Spazieren in Stockbridges Arbeiterviertel am Water of Leath.
Den Wanderweg dort entlang hatten wir drei Tage zuvor stundenlang verzweifelt gesucht – und nicht gefunden … Schuld war nur der Busfahrer!

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Den haben wir auch nicht verfehlt: Grassmarket!!! Ort der Pubs.IMG_7929

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Und um die Ecke:    IMG_7935

IMG_7940Und mitten in Eeedinbääärg: deutsche Gemütlichkeit. ;-)

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Wo kann man gut und günstig indisch essen gehen? – In Eeedinbääärg natürlich, Und zwar hier:

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Und last but not least: Unsere Unterkunft!

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IMG_8202Die schon wieder …

IMG_8006Gedöns!

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Und dann, der letzte Tag in Edinbergh, der neuen Herzensstadt … Was gibt es wichtigeres, als sich in einer fremden Stadt ein gemütliches Café mit fantastischem Kuchen zu suchen? – Nix, genau! Deshalben haben wir genau das getan.

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„Tschüss, Du schöne Stadt! Wir sehen uns bestimmt mal wieder …“

Lagerkoller – ein Ausbruch

Woche drei der Zeit mit dem gebrochenen Knöchel neigt sich dem Ende und langsam aber sicher wird der Lagerkoller unerträglich!

Ich will raus, mich bewegen, Sachen sehen und erleben und nicht immer nur meine vier Wände (und die dreckigen Fenster) sehen!

Die Lösung: Ein Ausflug!!!

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Problem 1: Ich bin immer noch nicht so gut zu Fuß. – Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

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Problem 2 – gravierender: Wie überzeuge ich jemanden mit Zeit, Lust und einem Auto davon, dass ich schon wieder im absolut fitten Unternehmungsmodus bin und – theoretisch – die höchsten Potthalden hochkraxeln könnte, wenn ich wollte?

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Ich habe vorsichtshalber noch eine Schüppe draufgelegt und behauptet, der Auflug sei quasi ärztlich angeordnet und der Genesung zuträglich – und vernünftig sowieso!

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„Für Vernunft bist DU ja besonders bekannt!“, sagte meine Freundin und kriegte sich vor Lachen nicht mehr ein.
Trotzdem hat sie mich und meine Krücken in ihr Auto geworfen und ist mit mir nach Oberhausen zum Kaiserpark und zur Ludwigsgalerie gefahren.

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Vermutlich bin ich nur damit durchgekommen, weil sie sich sicher war, dass ich mich sonst auf Krücken alleine auf den Weg machen würde … Das ist NATÜRLICH absolut an den Haaren herbeigezogen. ;-)

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Weil ausnahmsweise mal die Sonne schien, sind wir zunächst die  „Slinky Springs to Fame“- Brückenskulptur des Frankfurter Künstlers Tobias Rehberger hinaufgesprintet hoch gehumpelt. Und haben uns größte Mühe gegeben, diese unsäglichen Liebesschlösser großzügig zu übersehen. Die sind nämlich die Pest! Ansonsten ist es da echt schön.

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Nach einer kleinen Verschaufpause fürs Hinkebein haben wir uns dann um die wesentlichen Dinge gekümmert: KUNST! MUSEUM!
Aber erstmal n Selfie mit Krücken: (Musste n bissken genauer hingucken, dann siehste se auch …)

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Dass ich ein großer Fan der Ludwigsgalerie und ihren Ausstellungen bin, ist ja mittlerweile sowas wie ein offenes Geheimnis. Und auch die Ausstellung um die fast hundertjährig gewordene Fotokünstlerin Eve Arnold kann ich echt jedem nur ans Herz legen.

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Nicht nur, weil sie unter anderem Marilyn Monroe vor der Linse hatte …

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… und die Dietrich …IMAG0077

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… und Malcom X.

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Das ist eines meiner liebsten Motive:

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Die Künstlerin bei der Arbeit:

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Ihr eigenes Schicksal – ein verlorenes Baby –  hat die Fotografin auch fotografisch verarbeitet.

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„Kannst Du noch?“ – „Ähem, ja klar! Aber DAS Bild ist grad besonders schön …“

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Eine Fotoserie über farbige Mannequins.

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Für Fußlahme gibts auch einen Aufzug. Ich hab den natürlich NICHT benutzt, sondern bin die Treppe hoch – is ja klar!

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Die schlichte und geradlinige Architektur der Galerie passt soooo perfekt zu Eve Arnolds Fotos …

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Hinfahren und angucken, noch bis zum 7. September. Mehr bleibt eigentlich nicht zu sagen …

P.S. Hinkebeine scheinen auf den Verstand abzufärben: Warum um Himmels Willen habe ich ansonsten wichtige Unterlagen bei der Krankenkasse angefordert, und sie dann aus Versehen noch am selben Tag zwischen Apfelkitschen und Zwiebelschalen im Küchenmüll zu versenken …

Vom Glück, einen gebrochenen Fuß zu haben

Alle beschissenen Dinge – pardon, aber manchmal muss man einfach Tacheles reden – haben auch was Gutes! Das kannst Du mir ruhig glauben, denn es ist so.

Und wenns bei Dir grad so richtig mies läuft, Du das Gute aber partout nicht entdecken kannst: Schau nochmal genauer hin.

Denk jetzt bloß nicht, die hat ja gut reden! Hat se nämlich nicht.
Einen gebrochenen Fuß hat se! Seit zwei Wochen krücke ich mich mit einem lila-gelb gefärbten rechten Klumpfuß durchs Leben! So!

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Auch wenn das nicht besonders dolle ist, so ist es auch kein Beinbruch ( hahaha!), denn es gibt daran ne Menge Gutes:

1. Es ist nicht das Handgelenk!!! Und ich kann weiter schreiben und tippen (und mir selbst die Zähne putzen, zum Beispiel …)

2. Ich komme gar nicht erst in Versuchung, das Wetter zu genießen und bleibe mit hochgelegtem Füßchen brav an meinem Schreibtisch, um die dortigen Berge abzuarbeiten. Und das geht nur wegen 1.

3. Noch nie wurde ich so oft bekocht!

4. Noch nie Selten war meine Butze so sauber … und das ist sie NICHT, weil ich selbst den Staubsauger schwinge.

5. Ich habe ganz viel Besuch von tollen Menschen, die mir Kuchen und Wein mitbringen, mich knuddeln, mit mir Filme schauen und mir helfen …

6. Es gibt immer jemanden, der mich gerne von A nach B fährt und ne Stunde später wieder von B nach A.

7. Zu sportlichen Großereignissen werde ich mit dem Rollstuhl geschoben und dort mit isotonischen Getränken versorgt.

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Der Klumpfuß kann gerne bald wieder normale Ausmaße annehmen und nicht mehr weh tun, denn auch dann werde ich wissen, dass ich einfach die tollsten Menschen um mich herum habe, die es nur geben kann!

VON HERZEN DANKE!!!

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Eine Stadt voller Missverständnisse – Edinburgh III

Kaum in Eeedinbääärg gelandet, wechselten wir Geld und traten aus dem Flughafen in gleißendes Sonnenlicht. Wir blinzelten, zückten die Sonnenbrillen und rissen uns die viel zu warmen Jacken von den Körpern. Zu den karibischen Klängen der Straßenmusikanten wippten wir im Takt und zündeten die erste Verlegenheitskippe an. – „Wo sind wir nochmal? Wirklich Schottland?“ – „Wohin müssen wir?“ – „Ach da, der Bus in Richtung City!“

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Voller Euphorie folgten wir den Hinweisschildern und versuchten beim Busfahrer Tickets zu erstehen. Leider war das, was er sprach, ungefähr so verständlich wie Türkisch oder Chinesisch. Hatten wir beide nicht acht Jahre Englisch gelernt? – Wir machten drei vergebliche Ansätze, ihm zu erklären, wohin wir möchten, sahen einander hilflos an und hielten ihm schlussendlich den größten Geldschein hin, den wir eingewechselt hatten. Er drückte uns zwei Zettelchen in die Hand und einen Berg Wechselgeld.

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Das war geschafft! Aber wo sollten wir nur aussteigen? Die Haltestellen wurden nicht angesagt, und das, was wir auf den Schildern erkennen konnten, hatte so gar keine Ähnlichkeit mit dem, was wir im Reiseführer gelesen hatten … Wir zählten mit – so ungefähr – und sprangen irgendwann mit unserem Riesenkoffer aus dem Bus. Am Zoo von Edinburgh. Und jetzt? Wir liefen orientierungslos in die eine Richtung, dann in die andere und sprachen letztlich einen Parkeinweiser an, der uns tatsächlich weiterhelfen wollte und sein Smartphone zückte.
So fanden wir endlich die großzügige Auffahrt mit Kopfsteinpflaster, die wir abwechselnd den viel zu großen Koffer hinaufzogen …  Und dann standen wir vor einem großzügigen Herrenhaus. Unsere Herberge! Wie toll! Und unsere Gastgeberin Victoria spricht zum Glück ein so deutliches Englisch, dass sogar wir sie auf Anhieb verstehen konnten!

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Nach einer kurzen Verschnaufpause brachen wir auf in die Stadt … und mussten dafür die Straße überqueren. Das klingt banal – ist es aber nicht, wenn man den seit Jahrzehnten eingeprägten links-rechts-links-Blick drauf hat – denn die Autos kommen hier ja von der andern Seite … Das sollte uns bis zum Ende unseres Aufenhalts verfolgen. „Rechts!“, brüllten wir einander an, hatten wir vor, eine Straße zu überqueren. Aber am allerliebsten schlossen wir uns wagemutigen Einheimischen an, die aus uns unerfindlichen Gründen zunächst bei Rot stehenblieben, um dann über die immer noch rote Ampel zu spurten – wir immer hinterher. „Kann ja nicht falsch sein!“
Aus einer – wie sich noch herausstellen sollte berechtigten – Angst vor dem Busfahren entschieden wir, zu Fuß zu gehen und gelangten mehr oder weniger unversehrt ins Stadtinnere, wo wir über die großzügigen Parks gleich gegenüber von unsäglichen Billigklamotten-Ketten staunten.

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– „Hier machen wir Pause!“

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– und alle anderen auch!

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Leider ging zu diesem Zeitpunkt der erste Versuch, einheimisches Bier zu kaufen ebenso in die Hose wie die darauf folgenden. Da war irgenwie der Wurm drin … Wir tranken Bier mit höchstens 0,5% Alkohol, tschechisches Bier und welches aus Jamaica … Es war wie verhext!

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Erst am sagenumwobenen Grassmarket schafften wir es, uns in den gemütlichen Pubs durch die landestypischen Biersorten zu probieren und fielen prompt als Touristen auf. Nicht etwa wegen unserer Bierkultur, sondern wegen unserer Outfits. Wir trugen statt pokurzer Röcke in Neonfarben und 20-cm-High Heels flache Schuhe und schwarz – Touristinnen eben. Dennoch bekamen wir das ein oder andere launische „Hey, Sexy!“ zugerufen – ausschließlich von Frauen!

… to be continued …

Eeeedinbääärg – Edinburgh II

Also, ich erzähle Euch jetzt nicht, wie wir bei Antritt der Reise auf dem eher winzigen Köln/Bonner-Flughafen verwirrt den Check-In-Schalter nicht fanden, anschließend den Koffer selbst zu zweit kaum aufs Transportband wuchten konnten, der auf der Waage auch promt das Gewichtslimit nur knapp nicht sprengte, …

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… und auch nicht, dass meine Reisebegleitung bei sämtlichen – und das waren vielevielevieleviele! – Ausweiskontrollen kritisch beäugt wurde. Obwohl sie wirklich und ehrlich haargenau so aussieht wie auf dem Foto und auch ansonsten nur niedlich und hübsch und klein ist und so gar nicht wie ein Verbrecher, …

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… außerdem nicht, dass wir im Flugzeug leider versetzt hintereinander sitzen mussten, sodass mein Sitznachbar all unseren Gesprächen aufs Genaueste lauschte, um an entsprechenden Stellen auch kräftig zu lachen (ich wusste gar nicht, dass ich so witzig bin …).

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Ebenfalls will ich Euch nicht von dem sehr niedlichen, sehr offensichtlich süd-westdeutschen Pärchen mittleren Alters erzählen (früher meinte ich mit „mittleres Alter“ Mitte 30, seitdem ich das selber bin, ist Mitte 50 das neue „mittlere Alter“ ist ja klar!).
Die beiden saßen jedenfalls auf der anderen Seite vom Gang hintereinander und warfen sich immer wichtige und hochinteressante Informationen zu, wenn er nicht gerade mit seiner rechten Hand nach hinten griff, um ihren Unterschenkel zu streicheln, worauf sie dann quietschte: „Lass des! Du kitzelscht mich! Hihihihihiiiiiiii!“
Kurz vor der Landung drehte er sich nach hinten zu ihr um, machte ein wichtiges Gesicht und sagte: „Aaaalßo, Eeeeedinbäääärg soll ja eine der schönschten Städde Eurrobbas sein!!!“
Ich dachte ja, wir fliegen nach Edinburgh … Eeeedinbääärg also. Nun gut.

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Verdammt, jetzt habe ich mich verquatscht! Eigentlich wollte ich nur Folgendes posten: Eeeedinbääärg muss warten, weil ich gerade Wichtigeres zu tun habe … Das hat wohl nicht geklappt. Kein Wunder: Bei mir dauern fünf Minuten ja auch immer mindestens eine Stunde …

 

… to be continued …