Gelesen im November

Hilke Rosenboom: Die drei vom Amazonasstübchen

Connie Palmen: IM

James Salter: Alles, was ist

Katrin Lankers: Frozen Time

Ingrid Röbbelen: Schreiben als Chance. Schreibwerkstätten mit Autorinnen und Autoren in Brennpunktschulen.

Khaled Hosseini: Traumsammler

Rachel Joyce: Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte.

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Advents(vor-)lesetipp!


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Morgen in einer Woche ist der erste Dezember!
Denjenigen unter Euch, die noch auf der Suche nach einem Adventskalender mit Geschichten zum Vorlesen sind,  gefällt vielleicht mein neuer Kalender „Weihnachten in der Bergstraße“.
Für jeden Tag bis Weihnachten gibt es eine Geschichte aus der Bergstraße und eine Fensterbildfolie, die man – wie der Name es schon sagt – ans Fenster kleben kann. Am 24. Dezember habt Ihr dann ein individuelles Weihnachtsfensterbild.

Zur Einstimmung hier als exklusiven Teaser die erste der 24 Geschichten:

Mia und Clara ziehen ein

„Uff!“, Clara springt aus dem roten Auto und schaut sich neugierig um. Das ist also die Bergstraße und hier werden sie ab jetzt wohnen. Sie blickt staunend an der alten Villa hoch. Das gelbe Haus hat mehrere Erker und sogar ein kleines Türmchen. Links von der Villa befindet sich eine Reihe roter Reihenhäuser und gegenüber steht ein kleines blaues Haus aus Holz. Aber unseres ist das schönste Haus der ganzen Straße, entscheidet Clara sofort.
„Komm schon, Clara!“, drängelt ihre Zwillingsschwester Mia und zieht sie am Ärmel.
Im zweiten Stock angekommen streifen Mia und Clara neugierig durch die Räume. „Das hier ist eures“, verkündet ihre Mama strahlend, als sie in einem schönen großen Zimmer stehen. Auf dem Boden liegen Holzdielen, die beim Drüberlaufen gemütlich knarren.
Es dauert nicht lange und alle Kisten und Möbel sind in der Wohnung. Für Mia und Clara ist es der schönste Spielplatz. Sie spielen Fangen und Verstecken zwischen den Kistentürmen und Möbellandschaften, bis es Papa zu viel wird: „Macht euch mal nützlich und helft beim Auspacken.“
Halbherzig fangen die Zwillinge an, ihre Bilderbücher aus den Kartons in das große Regal zu räumen.
„Ich habe eine Idee. Wir machen eine Expedition durchs Haus!“, schlägt Mia vor. „Vielleicht gibt es hier noch mehr Kinder.“
„Oder einen Poltergeist auf dem Dachboden“, kichert Clara.
Auf Zehenspitzen schleichen die Zwillinge aus der Wohnung. Im ersten Stock bleiben Mia und Clara für einen Moment stehen und beobachten die Wohnungstüren. Aber die bleiben zu. Enttäuscht gehen sie die Treppe hinunter. Clara rappelt an der Kellertür. „Abgeschlossen“, stellt sie fest. „Schade!“
„Was macht ihr denn da?“, poltert da plötzlich eine laute Stimme hinter den Mädchen los. Erschrocken zucken die beiden zusammen. Vor Mia und Clara steht eine kleine alte Frau und guckt sie streng an.
„Öhm, nix!“, murmelt Mia und rennt auf einmal los, Clara hinterher. Sie springen die Treppenstufen hoch bis sie außer Atem im zweiten Stock angekommen sind. Mia pocht mit beiden Händen fest gegen die Wohnungstür.
„Ach, da seid ihr ja!“, sagt Mama, als sie die Tür aufmacht. „Was ist denn mit euch passiert? Ihr seht so aus, als hättet ihr einen Geist gesehen.“
„So ähnlich war das ja auch“, sagt Mia und zwinkert Clara zu.

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 Andrea und Birgit haben die Geschichten schon vorab gelesen und darüber geschrieben. 

… und wieder unterwegs!

Quasi nahtlos bin ich von Berlin in die Niederlande gereist. Dort hatte ich einen Termin mit dem niederländischen Team von Jilster.
Mit Dorit von Jilster Deutschland arbeite ich ja schon länger zusammen, aber die niederländischen Kollegen habe ich am Montag zum ersten Mal getroffen. Ich habe mich besonders gefreut, Anja endlich kennenzulernen, die die Idee zu Jilster hatte und das Unternehmen mit großer Leidenschaft und Begeisterung führt.
Das Büro ist quasi ein Jilster-Showroom mit zahlreichen Zeitschriftenausgaben und wunderschönen Covers in großen Bilderrahmen und Anja und Rob sind mindestens so sympathisch wie das Unternehmen. Ganz unkompliziert haben sie sich meinen rudimentären Niederländischfähigkeiten angepasst und wir haben tatsächlich erfolgreich zweisprachig geplaudert – Anja und Rob niederländisch, ich deutsch.

Anschließend habe ich einen kleinen Abstecher nach Utrecht gemacht und mich durch die schmalen Gassen der historischen Altstadt treiben lassen. Ein bisschen fühlte ich mich an Amsterdam erinnert. (Da muss ich auch mal wieder hin … dringend!!!)

Bei meinem Streifzug habe ich quasi intuitiv eine Kinderbuchhandlung entdeckt. Dort hätte ich am liebsten einen Großeinkauf getätigt, mich dann aber doch mit dem Buch Jip en Janneke. Sinterklaas komt! begnügt. Man muss ja nicht gleich maßlos werden!

Den Tag habe ich dann zusammen mit Dorit und ihrer Familie bei superleckerer Kürbissuppe und einem wunderbaren deutsch-niederländischen Kauderwelsch ausklingen lassen. Als es spät am Abend im Haus ganz ruhig wurde, haben wir uns an den großen Esstisch gesetzt und Dorit hat Farben, Zeitschriften, Scheren und Kleber ausgepackt. Das kreative Ergebnis zeige ich Euch morgen …

Auf Reisen

Um das Wochenende mit ein paar <3-ensmenschen in Berlin zu verbringen, bin ich am Freitagmorgen in einen Fernbus geklettert.

Die deutlich günstigere Alternative zur Bahn und ohne umsteigen! Ich hatte sogar eine Steckdose an meinem Platz, sodass Batman und ich die 6-stündige Fahrt zum Arbeiten nutzen konnten. Nur n bissken eng wars …

Batman

Batman ist übrigens gerade meine große Liebe, mein neues Arbeitstier für unterwegs. Er hieß schon so, als er hier einzog, ich schwöre!

Also, die Busfahrt: Der Bus war pickepackevoll und irgendwie herrschte Klassenfahrtstimmung. Hinter mir wurde „Stadt, Land, Fluss & Promi“ gespielt, vor mir wild geknutscht und neben mir unterhielten sich zwei Jungs darüber, wie Hunde- und Katzenfleisch schmeckt. Brrrr!  Ohropax eingestöpselt und losgearbeitet!

Ein klein bisschen irritiert war ich, als der Busfahrer plötzlich mitten in der Pampa von der Autobahn fuhr und kilometerweit über schmale Feldwege durchs neblige Nirgendwo gurkte. Aber das musste wohl so. Weiß ja jeder: Die Hauptstadt liegt mitten in der Pampa.

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neblige Pampa

Wenn Ihr jetzt Fotos der Hauptstadtsehenswürdigkeiten erwartet, muss ich Euch leider enttäuschen.
Die habe ich alle nicht (nochmal) gesehen. Stattdessen habe ich mir die Zeit mit dem vertrieben, was ich am allerliebsten mache: Kaffee und Wein trinken, mich unterhalten; so lange es geht gemütlich mit Freunden am Frühstückstisch sitzen oder bis tief in die Nacht an der Theke der Kneipe um die Ecke hocken und beim Bier das (gemeinsame) Leben aufrollen und der Charlottenburger Schickeria beim Champagner- und Bellinisaufen zugucken. Was Besseres gibt’s nicht!

Und sonst so? Och, ein Bücherregal nach Farben sortiert und …

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… in einer großen Buchhandlung nach Schätzen gestöbert und welche gefunden.

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Und natürlich habe ich vom Wochenende auch was gelernt:

Manchmal ist es in Berlin ein bisschen wie im Pott …

Berlin

Berlin

Pott

Pott

… oder in Paris:

Berlin

Berlin

Paris

Paris

In gute Hände abzugeben!

Gerade wurde mein einsamer Schreibtischtag vom Besuch meiner längsten und ältesten Freundin unterbrochen. (Nein, sie ist weder zwei Meter groß, noch besonders alt, sondern wir kennen uns schlicht seitdem wir das Licht der Welt erblickt haben …)

Nachdem sie über den mitten in meiner Küche auf dem Boden stehenden Fernseher gestolpert war und sich einen Platz zwischen den Katzen auf der Bank freigeräumt hatte, konnte ich ihr endlich einen gefüllten Kaffeebecher in die Hand drücken. Sie guckte ein bisschen kritisch auf den Stolperstein und sagte nichts. Ich folgte ihrem Blick und fing an, mich zu rechtfertigen …

Es ist nämlich so, dass ich drei Fernseher besitze. Alle wurden mir geschenkt und keiner von ihnen ist angeschlossen. Theoretisch könnte ich in jedem Raum meiner Butze fernsehen – abgesehen vom Bad – will ich aber nicht.

Wenn ich mal etwas Fernsehen anschauen möchte, dann verkrümel ich mich mit dem Laptop aufs Sofa oder ins Bett und nutze die Mediathek. Für einen Fernseher habe ich auch gar keinen Platz – stehen ja überall Bücher. Deshalb stapeln sich zwei in meinem Kämmerchen und einer … nunja … über den stolper ich mehrmals am Tag in der Küche und schiebe ihn hin und her, weil ich etwas aus dem Kühl- oder dem Küchenschrank brauche.

Ja, ja, es ist Zeit, dass sich das mal ändert. Also, hier der offizielle Aufruf: Braucht irgendjemanden einen tadellos funktionierenden Fernseher? Oder zwei? Oder drei? Sie sind in gute Hände abzugeben.