Kopenhagen 4: Raus aufs Land und ab ins Museum! 2

An meinem letzten Tag in CPH bin ich dann nochmal aufs Land gefahren. Diesmal in die andere Richtung, nach Süden. Auch diesmal wieder mit meiner CPH-Card und dem Regionalzug.
Als ich dann allerdings in Ishøj aus dem Zug stieg, war es ganz und gar nicht so romantisch wie in Humlebaek …

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Hier reihen sich nämlich Wohnblocks an Wohnblocks, Hochhäuser bestimmen das Bild und schlecht angezogene Menschen mit gut gefüllten Tüten vom Discounter trotten ohne Hoffnung im Blick die Straße entlang. Das Wetter in Moll passte ebenfalls zur Stimmung.
Ich habe mich aber nicht abschrecken lassen, denn schließlich wollte ich die Frida Kahlo-Ausstellung unbedingt sehen. Im Juni 2010 hatte ich Frida Kahlo wegen der ewig langen Schlangen schon in Berlin verpasst.

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Diesmal habe ich auf einen Fußmarsch verzichtet und bin direkt in den Bus gestiegen, der mich zur Arken gebracht hat. Die „Arche“ ist ein Museum für moderne Kunst. Sie heißt nicht nur Arche, sie sieht auch so aus.

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Wie ein riesengroßes Schiff, das gerade aus dem nahegelegenen Öresund gefahren ist.
Weil ich früh aufgebrochen war, musste ich nicht lange warten. Nach einem kurzen Abstecher zu Damien Hirsts weltgrößtem Spot-Painting habe ich es mir erstmal im großen Filmsaal gemütlich gemacht und mir den Film „FRIDA“ mit einer großartigen Salma Hayek in der Hauptrolle angesehen – auf Englisch mit dänischen Untertiteln.
Anschließend bin ich dann durch die Räume mit einer Auswahl von Frida Kahlos Bildern geschlendert. Auch einige Werke ihres Ehemanns Diego Rivera waren ausgestellt. Eine spannende Ausstellung, die aber auch wirklich anstrengend und zermürbend war! Das Leid Frida Kahlos springt regelrecht aus ihren Bildern heraus. Zumindest ging es mir so. Vor drei Jahren habe ich mich schonmal mit Frida Kahlo beschäftigt, habe unter anderem die Biografie von Maren Gottschalk gelesen und mir einen Bildband gekauft. Ihre Originale zu sehen, Fotos ihrer Korsette zu betrachten und dazu den Film anzuschauen war dann aber doch noch eine Spur heftiger. Wie diese Frau das Leben bloß ausgehalten hat?!!
Im Museum durfte man natürlich nicht fotografieren. Ein paar Bilder habe ich Euch aber trotzdem mitgebracht. Das stille Örtchen der Arche ist nämlich genauso stylisch wie der gesamte Bau.

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Danach wollte ich einfach nur ans Meer, mir den Kopf durchpusten lassen, Sand unter den Füßen spüren und weit gucken. Hat geklappt. Und eine Portion Sonne gab es auch noch dazu.

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