Kopenhagen 4: Raus aufs Land und ab ins Museum! 1

Kein Witz! Will man sich in Kopenhagen Kunst anschauen, fährt man am besten raus aufs Land.
An meinem ersten Tag in der tollen Stadt bin ich am frühen Abend kurzentschlossen in den Regionalzug nach Humlebaek gestiegen, um das Museum zu besuchen, das mir so protzig begeistert als das schönste der Welt angekündigt war, das Louisiana. Da war ich mal so richtig gespannt!
Beim Durchblättern der Broschüre zur feinen Copenhagen-Card, mit der man alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen kann und auch in ganz vielen Museen kostenlosen Eintritt hat, hatte ich nämlich herausgefunden, dass das Museum bis 22 Uhr geöffnet hat.

In Humlebaek – ist das nicht ein wunderschöner Name, der einfach nur gemütlich klingt?! – bin ich aus dem Zug gestiegen und fand mich gleich in ländlicher Idylle wieder. Hach!

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Und weil das Wetter so schön war, hab ich mich entschieden, zu Fuß zum Museum zu laufen, statt den Bus zu nehmen. Immer Richtung Meer, bzw. Öresund und rein ins Wohngebiet

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Ich habe mich ein bisschen komisch gefühlt, denn außer mir war kein Mensch auf der Straße, und dann hab ich auch noch neugierig in alle Auffahrten gespinxt …

Es war aber auch interessant! Die einen haben statt Auto ein Boot und Fahrräder in der Einfahrt …

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… bei den nächsten bewacht die Katze das offene Auto …

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… und ein Haus weiter verkauft man – ganz in dänischer Tradition – pflückfrische Äpfel direkt aus der Kiste. Das Geld legt man einfach in eine Blechdose. Ist das nicht toll?! (Schau mal auf den Fahrradschatten im Hintergrund des Fotos. Absicht! Natürlich … ;-) )

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Eine Straße weiter wurde bereits viel Holz gehackt für den Winter …
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… und der Hund hat ein eigenes Klingelschild.

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Und dann war es plötzlich in Sichtweite! Das Meer!

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Hach, wat hab ich mich gefreut!!!

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Ich hätte sogar ganz nah ran gehen können. Bin ich aber nicht. Die Treppen hab ich mir nur von oben angeguckt. So ein Städtetrip ist ja so schon anstrengend genug …

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Und dann stand ich schon vor dem Louisiana!!!
Das große, weltbekannte Museum sieht auf den ersten Blick ganz klein und gemütlich aus.

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Und es gibt sogar Parkplätze für diejenigen, die mit dem Fahrrad kommen.

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Drinnen herrscht leider striktes Fotoverbot, aber ich sage Euch, es ist toll!
Hinter diesem kleinen Häuschen verbirgt sich ein recht großes, flaches Gebäude im Stil der 60er/70er-Jahre. Große Fensterfronten, zum Teil holzvertäfelte Wände … und an manchen Stellen riecht es tatsächlich wie in den typisch dänischen Ferienhäusern am Meer, fast ein bisschen muffig.
Als ich dort war, gab es neben den ständigen Exponaten eine Ausstellung zu Yoko Ono. Ich muss gestehen, dass ich sie bisher nicht als eigenständige Künstlerin, sondern nur im Kontext mit John Lennon wahrgenommen hatte … welch Fauxpas!!! Da habe ich eine Menge dazugelernt.

Im Inneren des Museums kann man immer wieder einen Blick auf den Öresund erhaschen und auf den Skulpturenpark, der zum Museum gehört und ebenfalls einen direkten Zugang zum Wasser hat.
Die Sonne stand schon tief, als ich dort angekommen war.

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Und dann, wenn man gerade denkt, man habe alles gesehen, dann kommt das Beste: Der Wunschbaum!

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An diesen darf jeder seinen eigenen Wunsch hängen. Hab ich natürlich auch … Ist aber geheim! Ist ja klar!

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Zurück zum Bahnhof bin ich dann doch mit dem Bus gefahren. Ich war ja schließlich schon genug gelaufen. An der Bushaltestelle sprach mich eine ältere Dame an – auf Dänisch natürlich ;-). Sie wechselte überraschend mühelos ins Englische und wir plauderten ein bisschen. Sie war so herzlich und so nett. Es war eine wunderbare Begegnung und irgendwie hat sie meinem ersten Urlaubstag einen perfekten Abschluss verliehen.

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