Gelesen im September

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Marion Poschmann: Die Sonnenposition

Gudrun Helgadottir: Blaubeeren und Vanilleeis

Vivi Bach: Ein Kind aus Kopenhagen

Susanne Oswald: Charlie – Der Schatz im Dschungel

Susanne Oswald: Charlie Spuk auf Schloss Wolkenturm

Hilde Vandermeeren: Aktion Bernie raus

Jaap ter Haar: Clara & Finn

Michael Chabon: Wonder Boys

Alina Bronsky: Nenn mich Superheld

Gisa Pauly: Die Hebamme von Sylt

Jussi Adler-Olsen: Verachtung

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Projekt „Tante“

Ich werde Tante. Und zwar ganz bald. Der kleine Erdenbürger ist schon nicht mehr zu übersehen. Und bald braucht er dann sein eigenes Zimmer.

Während der werdende Vater Kinderwagenrangieren übt (kein Scherz!) und die werdende Mutter über Rückenschmerzen stöhnt, verlässt die werdende Tante ihr schreibendes Terrain und fängt an, zu malen, denn das war ein Herzenswunsch der werdenden Eltern.

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Der erste Termin zum Babysitten steht auch schon im Tantenkalender.

Kopenhagen 4: Raus aufs Land und ab ins Museum! 2

An meinem letzten Tag in CPH bin ich dann nochmal aufs Land gefahren. Diesmal in die andere Richtung, nach Süden. Auch diesmal wieder mit meiner CPH-Card und dem Regionalzug.
Als ich dann allerdings in Ishøj aus dem Zug stieg, war es ganz und gar nicht so romantisch wie in Humlebaek …

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Hier reihen sich nämlich Wohnblocks an Wohnblocks, Hochhäuser bestimmen das Bild und schlecht angezogene Menschen mit gut gefüllten Tüten vom Discounter trotten ohne Hoffnung im Blick die Straße entlang. Das Wetter in Moll passte ebenfalls zur Stimmung.
Ich habe mich aber nicht abschrecken lassen, denn schließlich wollte ich die Frida Kahlo-Ausstellung unbedingt sehen. Im Juni 2010 hatte ich Frida Kahlo wegen der ewig langen Schlangen schon in Berlin verpasst.

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Diesmal habe ich auf einen Fußmarsch verzichtet und bin direkt in den Bus gestiegen, der mich zur Arken gebracht hat. Die „Arche“ ist ein Museum für moderne Kunst. Sie heißt nicht nur Arche, sie sieht auch so aus.

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Wie ein riesengroßes Schiff, das gerade aus dem nahegelegenen Öresund gefahren ist.
Weil ich früh aufgebrochen war, musste ich nicht lange warten. Nach einem kurzen Abstecher zu Damien Hirsts weltgrößtem Spot-Painting habe ich es mir erstmal im großen Filmsaal gemütlich gemacht und mir den Film „FRIDA“ mit einer großartigen Salma Hayek in der Hauptrolle angesehen – auf Englisch mit dänischen Untertiteln.
Anschließend bin ich dann durch die Räume mit einer Auswahl von Frida Kahlos Bildern geschlendert. Auch einige Werke ihres Ehemanns Diego Rivera waren ausgestellt. Eine spannende Ausstellung, die aber auch wirklich anstrengend und zermürbend war! Das Leid Frida Kahlos springt regelrecht aus ihren Bildern heraus. Zumindest ging es mir so. Vor drei Jahren habe ich mich schonmal mit Frida Kahlo beschäftigt, habe unter anderem die Biografie von Maren Gottschalk gelesen und mir einen Bildband gekauft. Ihre Originale zu sehen, Fotos ihrer Korsette zu betrachten und dazu den Film anzuschauen war dann aber doch noch eine Spur heftiger. Wie diese Frau das Leben bloß ausgehalten hat?!!
Im Museum durfte man natürlich nicht fotografieren. Ein paar Bilder habe ich Euch aber trotzdem mitgebracht. Das stille Örtchen der Arche ist nämlich genauso stylisch wie der gesamte Bau.

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Danach wollte ich einfach nur ans Meer, mir den Kopf durchpusten lassen, Sand unter den Füßen spüren und weit gucken. Hat geklappt. Und eine Portion Sonne gab es auch noch dazu.

Kopenhagen 4: Raus aufs Land und ab ins Museum! 1

Kein Witz! Will man sich in Kopenhagen Kunst anschauen, fährt man am besten raus aufs Land.
An meinem ersten Tag in der tollen Stadt bin ich am frühen Abend kurzentschlossen in den Regionalzug nach Humlebaek gestiegen, um das Museum zu besuchen, das mir so protzig begeistert als das schönste der Welt angekündigt war, das Louisiana. Da war ich mal so richtig gespannt!
Beim Durchblättern der Broschüre zur feinen Copenhagen-Card, mit der man alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen kann und auch in ganz vielen Museen kostenlosen Eintritt hat, hatte ich nämlich herausgefunden, dass das Museum bis 22 Uhr geöffnet hat.

In Humlebaek – ist das nicht ein wunderschöner Name, der einfach nur gemütlich klingt?! – bin ich aus dem Zug gestiegen und fand mich gleich in ländlicher Idylle wieder. Hach!

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Und weil das Wetter so schön war, hab ich mich entschieden, zu Fuß zum Museum zu laufen, statt den Bus zu nehmen. Immer Richtung Meer, bzw. Öresund und rein ins Wohngebiet

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Ich habe mich ein bisschen komisch gefühlt, denn außer mir war kein Mensch auf der Straße, und dann hab ich auch noch neugierig in alle Auffahrten gespinxt …

Es war aber auch interessant! Die einen haben statt Auto ein Boot und Fahrräder in der Einfahrt …

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… bei den nächsten bewacht die Katze das offene Auto …

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… und ein Haus weiter verkauft man – ganz in dänischer Tradition – pflückfrische Äpfel direkt aus der Kiste. Das Geld legt man einfach in eine Blechdose. Ist das nicht toll?! (Schau mal auf den Fahrradschatten im Hintergrund des Fotos. Absicht! Natürlich … ;-) )

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Eine Straße weiter wurde bereits viel Holz gehackt für den Winter …
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… und der Hund hat ein eigenes Klingelschild.

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Und dann war es plötzlich in Sichtweite! Das Meer!

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Hach, wat hab ich mich gefreut!!!

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Ich hätte sogar ganz nah ran gehen können. Bin ich aber nicht. Die Treppen hab ich mir nur von oben angeguckt. So ein Städtetrip ist ja so schon anstrengend genug …

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Und dann stand ich schon vor dem Louisiana!!!
Das große, weltbekannte Museum sieht auf den ersten Blick ganz klein und gemütlich aus.

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Und es gibt sogar Parkplätze für diejenigen, die mit dem Fahrrad kommen.

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Drinnen herrscht leider striktes Fotoverbot, aber ich sage Euch, es ist toll!
Hinter diesem kleinen Häuschen verbirgt sich ein recht großes, flaches Gebäude im Stil der 60er/70er-Jahre. Große Fensterfronten, zum Teil holzvertäfelte Wände … und an manchen Stellen riecht es tatsächlich wie in den typisch dänischen Ferienhäusern am Meer, fast ein bisschen muffig.
Als ich dort war, gab es neben den ständigen Exponaten eine Ausstellung zu Yoko Ono. Ich muss gestehen, dass ich sie bisher nicht als eigenständige Künstlerin, sondern nur im Kontext mit John Lennon wahrgenommen hatte … welch Fauxpas!!! Da habe ich eine Menge dazugelernt.

Im Inneren des Museums kann man immer wieder einen Blick auf den Öresund erhaschen und auf den Skulpturenpark, der zum Museum gehört und ebenfalls einen direkten Zugang zum Wasser hat.
Die Sonne stand schon tief, als ich dort angekommen war.

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Und dann, wenn man gerade denkt, man habe alles gesehen, dann kommt das Beste: Der Wunschbaum!

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An diesen darf jeder seinen eigenen Wunsch hängen. Hab ich natürlich auch … Ist aber geheim! Ist ja klar!

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Zurück zum Bahnhof bin ich dann doch mit dem Bus gefahren. Ich war ja schließlich schon genug gelaufen. An der Bushaltestelle sprach mich eine ältere Dame an – auf Dänisch natürlich ;-). Sie wechselte überraschend mühelos ins Englische und wir plauderten ein bisschen. Sie war so herzlich und so nett. Es war eine wunderbare Begegnung und irgendwie hat sie meinem ersten Urlaubstag einen perfekten Abschluss verliehen.

Kopenhagen 3: derjemme*!

In Kopenhagen wars so schön, ich wär am liebsten gleich dort geblieben!

Nicht nur, weil dort ein paar von ENUs Verwandten  herumfahren …

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… oder weil die Hosen dort auch „Buksen“ sind.

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Auch nicht nur, weil meine Unterkunft so hyggelig war und ich dort an jeder Ecke unzählige  Wohnträume entdeckt habe …

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… oder wegen der traumhaften Trödelläden an jeder Straßenecke. (Wie gut, dass ich mit dem Flugzeug dort war!)

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Vielleicht, weil es dort sogar Boutiquen für Bier gibt ….

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… oder ich an jeder Straßenecke liebenswerte Gesellen getroffen habe …

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… oder weil dort Parkhäuser mit freien Plätzen „ledig“ sind,  …

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… es das allerbeste Wienerbrød  gibt …

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… und das Meer immer in der Nähe ist?

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Nein, natürlich nicht! Sondern weil alles zusammen so wunderbarschön und die Menschen in CPH einfach nur herzlich sind!

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P.S. Na gut … vielleicht lags auch daran, dass ich quasi an jeder Straßenecke für eine „Ureinwohnerin“ gehalten wurde und mich nach den drei Tagen fast schon selbst für eine Dänin gehalten habe … ;-)

* Dänisch: Zuhause

Kopenhagen 2: Gute Bekannte, …

…, die ich schon hier und hier getroffen habe, sind mir auch …

… in Kopenhagen, …

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… Malmö …

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und Ishoj

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begegnet.

Die Mumins sind einfach überall! Und warum? – Mit Recht! ;-)
Die Mumins sind nämlich einfach toll und ich freue mich, dass Tove Janssons  Figuren nach über … *rechne* … 68 Jahren auch nichts an ihrer Anziehungskraft verloren haben!

Und noch mehr „gute Bekannte“, die ich auf meinem Kopenhagen-Trip getroffen habe:

Mecki!

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Pettersson und Findus:

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In Malmö tummelten sich gleich ganz viele auf einen Haufen:

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Es war also  fast wie Zuhause!
Und ja, ich gestehe: Ich habe tonnenweise Postkarten gekauft. Quasi als Kompensation, damit ich sonst nix kaufe!
Eine davon habe ich  schon geschrieben und zusammen mit einem schwedischen Bilderbuch in den tiefsten Süden Deutschlands an ein kleines Mädchen  geschickt.