So geht das!

Dass die Grauen in diesem Haushalt eine nicht unbeträchtliche Rolle spielen, war ja an so mancher Stelle in diesem Blog schon zu lesen.

Heute will ich aber mal ein Geheimnis lüften …

OHNE die beiden würde hier nämlich mal gar nix laufen.

Niemand würde E-Mails beantworten, …

… keiner würde die richtigen Geschichten für Johanna Stanges* Anthologien entdecken, …

… niemand hätte ein wachsames Auge auf das, was ich hier so fabriziere …

… und es würde sich auch keiner mal anständig ausruhen!

Wie gut, dass es sie gibt!

* Bald mal mehr von der ominösen Dame!

happy birthday, ENU!

Es ist soweit: Heute genau vor 21 Jahren wurdest Du Herzensauto zum ersten Mal zugelassen und tuckerst seitdem fröhlich in der Welt herum. 13 14 Jahre davon mit mir.

Während Dir die Zeit wenig anhaben konnte …

… bin ich … ähem … cooler … geworden.

Bis in den Schwarzwald bist Du mir gefolgt …

… dort haben wir dasselbe Schlafzimmerfenster geteilt.

Mit einem anderen Klassiker zusammen warst Du großartiger Umzugshelfer.

Du hast tapfer Eis und Schnee getrotzt, …

… trotzdem hast Du hier zurück im Pott Deine eigene „Wohnung“ bekommen, die in der Relation teurer ist als meine …

Ich verteidige Dich mit Zähnen und Klauen gegen miesepetrige Garagennachbarn, die Dich als stinkende Zumutung empfinden. Das lassen wir uns von solchen Banausen nicht sagen!

Und wenn es regnet, werd‘ ich auch gern mal nass, nur damit Du trocken bleibst.

Ich wünsch‘ mir nichts mehr, als dass es noch lang weitergeht mit uns!

Hawerkamp-Impressionen

Hier und hier habe ich ja schon über den Illustrationsworkshop bei Selda Soganci berichtet.

Heute will ich noch ein bisschen was zum Gucken nachreichen. Selda hat ihr Atelier nämlich Am Hawerkamp, einem sehr spannenden Gelände im Münsteraner Hansaviertel. Dort arbeiten tagsüber Künstler, Siebdrucker, Autoschrauber, Verleger … und nachts tobt in den Clubs auf dem Gelände das pralle Leben.
Während wir tagsüber im Lehratelier gearbeitet haben, schliefen Teile des Feiervolks ihren Rausch nach einer langen Partynacht in ihren Autos aus (im Auto schlafen ist praktisch: Muss man kotzen Wird einem übel, öffnet man einfach die Tür und erledigt das, was es zu erledigen gibt) oder sie hockten auf diversen Sofas, die auf dem Gelände rumstehen und sprachen über vermutlich weltbewegende Themen.

Jetzt aber: Fotos!

P.S. Noch drei Tage …

Eine Lobeshymne und Hasen ohne Gesicht!

So, da bin ich wieder. Zurück vom Illustrationsworkshop bei Selda Soganci in Münster. Und ja: Ich werde auch wie versprochen meine Ergebnisse präsentieren.

Zuerst muss ich aber noch ganz unbedingt eine Lobeshymne anstimmen:

Selda ist sooo toll! Sie ist einer der Menschen, mit denen man keine 30 Sekunden in einem Raum ist und sie dann ins Herz geschlossen hat, bevor man es gemerkt hat. Sie ist so herzlich, so unkompliziert, so kreativ (na klar!), so offen, so aufmerksam … Ihr merkt, ich kriege mich gar nicht mehr ein!
Und ein supergemütliches Atelier hat sie! Überall gibt es liebevolle Details zu entdecken  …


Toll kochen kann sie übrigens auch! Ja, richtig gelesen. Selda steht den Teilnehmern nicht nur mit ihrer geballten illustratorischen Kompetenz zur Seite. Nein, sie KOCHT auch noch das Mittagessen, bzw. bittet ihren Freund Tom großartigste Gemüsequiche vorzubereiten! Ist das zu glauben?

Aber es ging ja eigentlich ums Illustrieren und nicht ums Essen … also, los!
Selda hatte eine ganze Palette an Textchen für uns vorbereitet und im Lehratelier an der Wand verteilt und in Schiffchen versteckt. Dann folgte die Qual der Wahl: Welchen Text will ich bloß illustratorisch in Szene setzen?

 

Ich hatte die richtigen Worte für mich schnell gefunden.

Während an den übrigen Tischen schon bald die Stifte gespitzt und die Kreiden parat gelegt wurden ….

… habe ich das gemacht, was ich am liebsten mache und wo ich mich auskenne: Ich habe geschrieben.

Aber weil es ja ein Illustrationsworkshop war, habe auch ich irgendwann begonnen, zaghafte Striche aufs Papier zu bringen. Das ist – ehrlich gesagt – nicht so leicht, wenn einem jemand gegenüber sitzt, der mal eben DAS aus dem Handgelenk haut.

Wollt Ihr immer noch meine Ergebnisse sehen? Ja?
Am ersten Workshop-Tag übermannte mich also direkt mein eigener Perfektionismus und die Angst vor dem Scheitern. (Was für’n Quatsch, ne?!) Und ich hab’s mir leicht gemacht mit einem Hasen ohne Gesicht und irgendwie auch ohne Körper.

Dann folgte immerhin ein Hase mit Körper, aber immer noch ohne Gesicht.

 Selda und den anderen blieb meine feige Tour natürlich nicht lange verborgen, also hieß es bald: Aber morgen malste mal ’n Gesicht! Jawoll!

Am Sonntag dann habe ich sämtliche Hemmungen über Bord geworfen und Gesichter und `komplizierte´ Körperhaltungen gezeichnet und gemalt, dass es nur so krachte.

Keine Angst vor dem Ergebnis!, war auf einmal mein Motto. Der Knoten war geplatzt! Und so floss mir dann ein regelrechter Riesenhase mit GESICHT aus der Feder. Er wurde auch gleich so groß, dass er mein gewähltes Format sprengte. Wenn schon, denn schon!

Und hier mal meine Hasenparade im Überblick.

Ich muss ja nicht erklären, dass der anfängliche Verzicht auf Körper und Gesicht ein reiner Kunstgriff war, ne? Sieht man doch!

Mit großem Traurigsein, weil es so schnell vorbei war, mit „Pippi inne Augen“ und viel Umarmerei haben wir uns am Sonntagabend alle schweren Herzens voneinander verabschiedet und wieder in alle Winde verstreut bis nach Bayern und in die Niederlande .

Mädels, falls Ihr das hier lest: Es war großartig, 2,5 Tage mit so vielen spannenden, klugen und tollen Frauen zu verbringen! Danke!!!

Und an alle anderen: Solltet Ihr jemals die Gelegenheit bekommen, an einem Workshop mit Selda teilzunehmen: MACHEN! UNBEDINGT!

P.S. Zum meinem gestrigen Drei-Käsetorten-Tag bekam ich von der Tauschlade diesen ganz besonderen Gruß! Auch hier noch einmal ein großes Danke mit viel Gänsehaut!

Erlebniswochenende!

Ich habe heute morgen gewühlt in Kisten, Kästen und Schränken und alles hervorgezogen, was ich vielleicht brauche.

Guckt!

Heute Nachmittag breche ich nämlich auf nach Münster, um bei der wunderbar-tollen Illustratorin Selda Soganci an einem dreitägigen Workshop teilzunehmen. Ja, ganz richtig. Ausnahmsweise schwing ich mal den Pinsel, statt Buchstaben in den Kasten zu tippen!

Und ich freu mich so! Selda hat Spannendes angekündigt … wir werden ausprobieren, spielen, experimentieren … Neues entdecken, Geschichten ausdenken und interpretieren … Ein Wochenende im geballten Kreativitätswahn!

Wenn ich zurück bin von meinem Ausflug in die unbekannt-vertraute Welt, gibts natürlich einen Bericht und ganz mutig verspreche ich schon jetzt, Euch meine Ergebnisse zu zeigen!

In meiner Küche habe ich übrigens schon länger ein kleines Accessoire mit einer Illustration von Selda. Eine liebe Freundin hat es mal gebastelt.