Da machse nix!

Ein bisschen still ist es hier geworden in den letzten Wochen. Noch stiller als es oft ohnehin ist.

Das liegt daran, dass es im Moment im realen Autoren-, Lektoren-, Buchhändler- – und nicht zuletzt auch – Menschenleben ganz schön rummelig ist. Nicht alles lässt mich himmelhoch jauchzen. Aber, da machse nix!, wie man hier im Pott so schön sagt.

Mal ein kleiner Einblick … Erinnert Ihr Euch noch an diesen kryptischen Geheimpost?

Nach einem enthusiastischen Einstieg folgte nach wenigen Wochen eine ernüchternd schwierige Phase. Größte Probleme hat mir die Geschichte plötzlich bereitet. Ich konnte/wollte/mochte nicht mehr dran arbeiten. Was ein bisschen schwierig ist, wenn man einen Verlag hat, der auf die Geschichte wartet. Am Anfang war ja noch ganz viel Zeit, die zum Ende hin aber immer, immer knapper wurde. Ich habe mich gewunden wie ein Wurm und hatte echt zu kämpfen –  .

Aber weil es ja meistens so ist, wie es immer ist, habe ich irgendwann doch noch die Kurve gekriegt und darf stolz vermelden, dass ich justamente in der letzten Phase der Überarbeitung bin, und sich die Arbeit dem Ende zuneigt. Tschakka! Hier der Beweis:

Wer meinen Schreibtisch kennt, dem ist auf dem Beweisfoto sicher nicht entgangen, dass statt des fleißigen Arbeitstiers nun ein anderes, gewaltigeres Arbeitsgerät da steht.
Während meiner größten “Glückssträhne” hat nämlich auch das Arbeitstier einfach aufgehört, fleißig zu sein und die Grätsche gemacht, sodass eine größere Anschaffung nötig wurde. Erst habe ich mich ziemlich geärgert, aber jetzt finde ich es doch ganz angenehm, endlich mal komfortabler zu arbeiten.

 

Zu meinem größten Glück ändern sich manche Dinge einfach nie!

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Geburtsschmerzen

Es ist schon wieder soweit:
Ein letzter Blick durch die gesetzten Seiten.
Sitzt und steht alles da, wo es hingehört?
Worte zu viel, Buchstaben oder Kommas zu wenig?
Ist es denn wirklich schon an der Zeit, Dich gehen zu lassen?

Der neue Esel-Adventskalender Elias und das Weihnachtsgeheimnis wird auf den Weg in die Druckerei geschickt und ich muss die Freigabe erteilen. Wie immer ist das ein heikler und ganz besonderer Moment … point of no return … sozusagen. Also: Weit aufgemacht die Augen, um nichts zu übersehen.
Und wir sehen uns ja bald schon wieder! Im August kommt der Kalender tipp-topp gedruckt und auch die Fensterbild-Folien sind dann dabei. Kein Grund also, traurig zu sein.

Dafür gibt es einen großen Grund zur Vorfreude: Diesmal sind Bärbel Witzigs Illustrationen besonders fein geworden. Ich bin immer noch ganz von den Socken und kann mich gar nicht satt sehen, geschweige denn entscheiden, welche Seite mir die liebste ist.

Die vielleicht? (Hier noch ohne Text)

Oder doch lieber die?

Zum Glück muss ich mich nicht entscheiden, denn im fertigen Buchkalender sind sie ja alle drin, wie schön!

P.S. Einer der Top-Suchbegriffe, über den Menschen auf meinen Blog gelangen, ist übrigens “Fleißigkeit”. Warum nur googelt man sowas?

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Vom Heimlichverkaufen und Gönnenkönnen!

Ein paar Stunden in der Woche arbeite ich ja in dem Beruf, den ich vor X Jahren von der Pieke auf gelernt habe, meistens der tollste der Welt, weil es den ganzen Tag um Menschen und Bücher geht!

Ein bisschen komisch finde ich es immer noch, meine eigenen Bücher zu verkaufen und irgendwas hält mich auch jedes Mal davon ab, mich als Autorin zu outen. Lieber streng ich mich an, ein furchtbar neutrales Gesicht aufzusetzen, wenn ich mal `ganz nebenbei´ was von mir empfehle und freu mich dann heimlich still und leise in mich hinein, wenn das Buch über den Ladentisch geht. Im Moment ist “Elias erlebt Ostern” meine jahreszeitliche Lieblingsempfehlung:

Und immer wieder gerne, nicht nur wegen des Glitzers auf dem Cover: Lila, meine Lieblingsfee!

Einer Freundin – ebenfalls Buchhändlerin – drohe ich immer wieder an, mich mal einen ganzen Tag in ihren Laden zu setzen, ungefragt alle vorhandenen Exemplare meiner Bücher zu signieren und jedem zu erzählen, dass ICH das geschrieben habe. Wir lachen uns jedesmal krumm und schief bei der Vorstellung, wissen wir beide doch, wie absurd sie ist.

Am Samstag habe ich wieder mal was gelernt von einem klugen Mann, der oft und gerne und viele Bücher bei uns kauft: “Wir sollten uns für diejenigen freuen, bei denen die Sonne jetzt stattdessen scheint!”, meinte er zu mir, als ich mich frustriert über den grauen Himmel äußerte. Wie recht er hat! Wie viel schöner ist es, mich für jemanden zu freuen, statt traurig darüber zu sein, dass ich selbst einen (scheinbaren) Mangel leide?!

Und wer freut sich heute, dass die Sonne für uns – zumindest ein bisschen – wieder scheint?

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Blick durchs Schlüsselloch …

Heute morgen wurde mir ein kleiner – unscharfer – Blick durch ein Schlüsselloch gewährt, als Trost gegen meine fürchterliche Halsentzündung. Manchmal lohnt sich Wehleidigkeit also doch! ;o)

***

Und das gabs zu sehen: Im Sommer erscheint im Kaufmann-Verlag meine Geschichte Maja und das Löwenpony in einer Geschichtensammlung für Kinder. Den Text kenn’ ich natürlich gut. Ich  habe ihn oft genug überarbeitet, aber auf die Illustrationen konnte ich bei meinem letzten Besuch im Verlag nur einen kleinen Blick werfen. Und hier also beides zusammen: Ta-daaa!

Im Lektorat werden im Moment noch die letzten Korrekturen vorgenommen und ein letztes Mal gefeilt, bevor das Buch endlich  in den Druck gehen kann.

Sind die Illus nicht schön geworden? Ich hätte mir mein Löwenpony nicht anders, nicht wilder, nicht wunderbarer vorstellen können! Wer übrigens dieses Buch kennt, der kennt auch das Löwenpony schon … allerdings unter seinem “richtigen” Namen Bella.

 

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Telefonnotiz

Heute morgen rief ich bei Bärbel Witzig an, um mit ihr die Illustrationen für den neuen Elias-Adventskalender durchzusprechen. Der Nachfolger von diesem hier. (Für alle, die schon drauf warten: Der neue Kalender wird im August erscheinen!)

Ich hatte vergessen, dass die Frühaufsteherin und Frühamschreibtischsitzerin in Baden-Württemberg wohnt, wo in dieser Woche Schulferien sind. Prompt hatte ich ihre kleine Tochter Emmi am Hörer. “Mami kauft grad beim Bäcker Brötchen für unser Frühstück”, erklärte sie mir, und auch dass sie einen Zettel schreiben wird, dass ich angerufen habe.

Über diese klare  Ansage war ich überrascht, denn die Profi-Telefoniererin Emmi ist im Sommer erst in die Schule gekommen.

Von Bärbel Witzig bekam ich kurz darauf eine E-Mail mit folgendem Anhang.

Ich bin noch immer ganz verzückt!

Besonders begeistert mich das “Früschtüg”. Könnte man das Wort auf eine schönere Weise schreiben?!

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Arbeitsbehinderung!

Ich sitze hier und tippe Buchstaben für Buchstaben in die Tastatur. Den ganzen Tag schon. Mir gefällt das sehr, aber nicht jeder in diesem Raum kann das teilen.

Im Moment wird neben meinem rechten Ohr bettelnd ins Ohr geschnurrt. Laut. Sehr laut. Jaja, ich weiß, es ist Essenszeit. Wenn ich mich jetzt auch nur einen Millimeter bewege, denkt der Herr, ich hätte nichts besseres zu tun, als NUR FÜR IHN aufzuspringen, um in die Küche zu hechten und eine Dose zu öffnen. Also bewege ich mich nicht mehr als unbedingt nötig. Ich will ja keine schlafenden Hunde wecken … und auch keine schnurrenden Katzen animieren!

Vorhin hat er mich laut maunzend umschmeichelt und seinen Kopf immer wieder an meinem gerieben. Dass ich eigentlich tippe, war ihm egal. So habe ich blind und mit grauen Fusselhaaren im Mund weitergeschrieben. Aus Verzweiflung darüber hat er versucht, sich auf meinen Arm zu legen und so weiteres Tippen zu verhindern. Auch das habe ich stoisch ignoriert und für jeden Buchstaben ungefähr 8 Kilo in die Höhe gewuchtet. Und jetzt also konstantes Brummen in mein rechtes Ohr, um mich mürbe zu machen.

Wie viel lieber ist mir da gerade sein Bruder?! Er liegt quer im Raum auf dem Boden. Auf dem Weg zur Tür versteht sich, damit er merkt, wenn ich aufstehe vom Schreibtisch und zuuuufällig in Richtung Küche gehe. Könnte man ja verpassen …

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Das Herz ist leicht

Draußen strahlt die Sonne die furchtbar graue Welt wieder liebenswert und schön, aus den Lautsprechern singt ganz sacht Florian Ostertag und ich sitze mit leichtem Herzen an meinem Schreibtisch und freue mich über zwei etwas schrullige, aber äußerst liebenswürdige Figuren, die mich hoffentlich noch eine ganze Weile begleiten werden. Was könnte es Schöneres geben an einem Freitagnachmittag?

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